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Tenderpoints

Tenderpoints

Neben den Triggerpunkte gibt es eine zweite Gruppe von Schmerzpunkten, die in einigen Therapien im Zentrum stehen: die Tenderpoints. Es gibt jedoch bei den Autorinnen und Autoren keine einheitliche Meinung, ob Tenderpoints tatsächlich von Triggerpunkten zu differenzieren sind oder nicht. Jene AutorInnen, welche hier eine Differenz sehen, beschreiben diese so: Während Triggerpunkt „triggern“, d.h. in entfernten Arealen Schmerz auslösen, machen Tenderpoints dies nicht, sondern sind einfach nur lokal empfindlich, also „tender“. Andere AutorInnen halten diese Unterscheidung jedoch für akademisch und in der Praxis wenig relevant (vgl. z.B. :
http://triggerpunkttherapie.blog.de/2007/12/18/unterscheidung_tenderpoint_und_triggerpu~3460727/ ) . Im Sinne einer erfolgreichen Selbstbehandlung, schließe ich mich diesem zweiten Standpunkt eher an, denn es scheint mir für die Strategie der Behandlung tatsächlich eine unwichtige Differenz zu sein.
Mithin hat die Rede von den Tenderpoints wesentlich in Zusammenhang mit dem sogenannten Fibromyalgie-Syndrom angefangen, denn bei der Diagnose dieser Krankheit spielen bestimmte festdefinierte Scherzpunkte eine zentrale Rolle. Ob das über die Diagnose hinaus für die Behandlung von Fibromyalgie Relevanzen hat, kann ich jedoch nicht beurteilen.
Schliesslich lässt sich eine weitere Differenz zwischen Triggerpunkten und Tenderpoints feststellen, die mithin von manchen AutorInnen nur implizit, nicht explizit gemacht wird. So sprechen Liebscher-Bracht und auch der Freiburger Arzt Packi von Sehnenansatzpunkten, die sie durch Druck behandeln, um vom Gehirn gespeicherte Schmerzmuster neu zu programmieren. Zwar nennen Sie diese Sehnenansatzpunkte nicht explizit Tender-Points, es scheint mir aber, dass sie diese meinen. Die Differenz wäre hier also: Triggerpunkte = verdickte Faserpunkte im Muskel (z.B. Muskelbauch) versus Tenderpoints = schmerzende Sehnenansätze.
Ich kann die Therapievorschläge von Liebscher und Bracht oder Packi nicht ausreichend beurteilen um festzustellen, ob sie eine fundamentale Differenz zur „klassischen“ Triggerpunkt-Behandlung darstellen. Leider teilen die Genannten ihre Behandlungsmethoden nicht transparent mit, was sicherlich monitäre Gründe hat.